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Leserbrief

Verantwortungsvoll geschäften. Verantwortungsvoll investieren.

Thomas Wieland, Chur
20. November 2020, 16:36:28

Etwas mehr als die Hälfte der Schweizer Stimmberechtigten – will man den aktuellen Umfragen glauben – befürworten verantwortungsvolle Investitionen, Produktionsbedingungen und Handelsbeziehungen. Auch im Ausland. Sie werden von den ökonomischen Realos des Illusionismus bezichtigt. Den Bürgern wird weisgemacht, so trügen wir unseren wirtschaftlichen Erfolg zu Grabe und die Altersrenten gleich mit. So oder ähnlich wird es wohl auch damals getönt haben, als man die Sklaverei abschaffen wollte, als man Sozialversicherungen einführte, als man Arbeitszeitbeschränkungen und Arbeitssicherheit einführte. Reichtum und Wohlstand kannten trotz all dieser Regulierungen nur eine Entwicklungsrichtung, nämlich diejenige nach oben. Vielen Menschen ist mittlerweile klar geworden, dass wir Wohlstand nicht vermehren können, indem wir andere davon ausschliessen. Nur die Ewiggestrigen wollen den Status-Quo erhalten. Und sie scheuen keine Unwahrheiten, um die Abstimmungen zu gewinnen.
Die Konzernverantwortungsinitiative zielt auf die Konzerne, die ihre Verantwortung für Menschen und Umwelt nicht wahrnehmen, den KMU geschieht absolut nichts. Anderslautende Aussagen sind reine Panikmache.
Ebenso ist nicht zu verstehen, weshalb Altersrenten gefährdet sein sollten, wenn das entsprechende Kapital nicht in Kriegsgüter investiert wird. Es gibt Alternativen: wir haben einen riesigen Investitionsbedarf in Richtung erneuerbare Energien, saubere Produktionen, zukunftsgerichtete Forschung.
Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, zeigen Sie Courage, erliegen Sie nicht der Panikmache durch Nostalgiepolitiker und rückwärtsgewandte Wirtschaftsexponenten. Setzen Sie Sich an der Urne ein für die Konzernverantwortungsinitiative und für die Kriegsgeschäfte-Initiative. Nachfolgende Generationen werden es Ihnen danken.

Thomas Wieland

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Vielen Dank, Herr Wieland !

Eine ausgezeichnete Analyse und Beschreibung der Geschichte und der jetzigen Lage.
Danke ! Ich hoffe sehr , die Stimmbürger lassen sich nicht von den haarsträubenden Unwahrheiten der Gegner
der Initiativen einschüchtern, und legen ein JA in die Urne.

PS: Und sicher hat kein KMU in der Schweiz irgendwelche Nachteile zu befürchten.

Sehr viele Stimmbürger sind für die Schonung der Natur und menschenwürdige Bedingungen für die Arbeitskräfte im Ausland.
Wie konsequent verhalten sie sich aber als Konsumenten? Kaufen sie Kaffes, Ananas oder Bananen aus kontrolliertem Handel - oder spielt dann doch der Preis die entscheidende Rolle?
Warum werden nicht mehr Produkte aus der Schweiz gekauft - z.B. Tomaten, Kiwi, Gurken, Erdbeeren oder sogar Äpfel ?
Man kann ohne Gesetze viel bewirken!!