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Sieg für Pinturault - Ränge 5 und 6 für Bissig und Caviezel

Sieg für Pinturault - Ränge 5 und 6 für Bissig und Caviezel

Der Franzose Alexis Pinturault gewinnt das Weltcup-Parallelrennen in Lech-Zürs. Der überraschende Semyel Bissig und Gino Caviezel belegen nach einem abschliessenden internen Duell die Plätze 5 und 6.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Ski alpin
Semyel Bissig überraschte in Lech-Zürs mit Platz 5
Semyel Bissig überraschte in Lech-Zürs mit Platz 5
KEYSTONE/URS FLUEELER

Am Ende ging es noch einmal knapp zu und her. Der Nidwaldner Bissig behielt im Kampf um Rang 5 gegen den Bündner Caviezel mit vier Hundertsteln Vorsprung das bessere Ende für sich.

Geringe Zeitunterschiede hatten schon in den Viertelfinals mit Schweizer Beteiligung den Ausschlag gegeben. Der unbekümmerte Bissig verpasste den ganz grossen Coup gegen Pinturault um den Hauch von 14 Hundertsteln, Caviezel zog gegen den Österreicher Adrian Pertl um acht Hundertstel den Kürzeren.

B-Kader-Fahrer Bissig nahm erst zum vierten Mal an einem Weltcup-Rennen teil, zum ersten Mal seit mehr als zweieinhalb Jahren. Eine lange Zeitspanne als Folge von Stagnation. Bestritten hatte er in jenem Winter drei Slaloms - ohne zählbares Ergebnis. Die Luft auf dieser Ebene war auch für den aufstrebenden Innerschweizer zu dünn. Die Erwartungen vermochte er danach auch im Europacup nicht zu erfüllen, so dass Bissig im Vorfeld der vergangenen Saison eine Zäsur vornahm. Weg von seiner einstigen Kernsparte Slalom und vom reinen Techniker-Status, hin zu den Speed-Disziplinen unter Beibehaltung des Riesenslaloms. Mit dem gelungenen Auftritt am Arlberg und dem Gewinn der ersten Weltcup-Punkte deutete Bissig ein erstes Mal auch auf grosser Bühne an, dass der Entscheid zum Kurswechsel der richtige war.

Dass Caviezel die Duelle Mann gegen Mann mag, hat er schon oft bewiesen. Die Ränge 6, 7 und 7 in den Parallel-Riesenslaloms in Alta Badia vor zwei, vier und fünf Jahren zeugen davon. Die Ergebnisse auf der legendären Piste Gran Risa waren bis zu seinem Exploit im Riesenslalom in Sölden, in dem er sich vor anderthalb Monaten mit Platz 3 seinen ersten Podiumsrang geholt hatte, seine Bestwerte im Weltcup.

Die anderen fünf Schweizer, Tanguy Nef, Daniel Sette, Cédric Noger, Sandro Simonet und Marco Reymond, blieben in Lech-Zürs in der Qualifikation hängen. Nef gewann dank Platz 26 immerhin noch einige Weltcup-Punkte. Nicht dabei waren Marco Odermatt, Loïc Meillard und Justin Murisier. Das Trio musste nach positiven Coronavirus-Tests auf den Start verzichten.

Pinturault stand nach einem Weltcup-Rennen zum 30. Mal ganz oben. Einen Drittel seiner Siege errang der Franzose in Österreich - in dem Land, das ihm zumindest in normalen Zeiten während der Wintermonate als Basis dient und in dem er die Vielzahl seiner Trainings absolviert.

Der Franzose zeigte in Lech-Zürs eine fehlerfreie, souveräne Vorstellung. Er präsentierte sich in bester Verfassung. Die Infizierung mit dem Coronavirus im Frühling zeitigte keine Folgen mehr. Im Final setzte sich Pinturault in einem Zweikampf zweier Anwärter auf den Gesamtweltcup gegen den Norweger Henrik Kristoffersen durch.

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