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Bündner Rebbauern mit massiven Ernteeinbussen

Bündner Rebbauern mit massiven Ernteeinbussen

Die Bündner Winzerinnen und Winzer haben eine Rekordernte zu verzeichnen – im Minusbereich. Der kalte Juni machte ihnen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Wirtschaft
Wimmeln
Wenig, aber guten Wein: So das Fazit des Plantahof zur diesjährigen Traubenernte.
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Das Weinjahr 2020 verlief alles andere als optimal. Knapp 15'000 Hektoliter Wein produzierten die Bündner Winzerinnen und Winzer insgesamt. Das sind 30 Prozent weniger als letztes Jahr und sogar 40 Prozent weniger im Vergleich zur Rekordernte im Jahr 2018.

Wie kam es dazu? Wie der Plantahof in einer Mitteilung schreibt, sei die Zeit der Verblühung ausschlaggebend für die Ernte. Der Blütemonat ist der Juni. Dieser war dieses Jahr kälter und nässer als in den letzten zehn Jahren, weshalb die Verblühung wesentlich länger dauerte. Zum Vergleich: Während die Durchschnittstemperatur im Juni 2020 bei 16 Grad lag, betrug sie im Vorjahr zur gleichen Zeit wärmere 20 Grad. Die Nässe habe zudem für Leerstände im Traubengerüst gesorgt, sogenannte «Verrieselung» wie es im Fachjargon heisst.

Im September wendete sich das Blatt ein bisschen, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Er gehörte nämlich zu den drei wärmsten Septembermonaten der letzten zehn Jahren. Die vielen Sonnenstunden hätten die Zuckerwerte in die Höhe getrieben. Der Bündner Rebbaukommissär Walter Fromm spricht von einer «betörenden Qualität», «einzig und alleine der Wermutstropfen Menge blieb bestehen.» (so)

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