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Glarner Impfzentrum stellt neuen Rekord auf

Glarner Impfzentrum stellt neuen Rekord auf

Das Glarner Impfzentrum in Ennenda konnte die Impfkapazität in den vergangenen Wochen deutlich erhöhen. Nun sollen sich auch Hausarztpraxen und Apotheken an der Impfkampagne beteiligen.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Aus dem Leben
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Das Glarner Impfzentrum hat in der ersten Maiwoche so viele Impfdosen verabreicht wie noch nie seit Beginn der Impfkampagne im Januar.
KEYSTONE

Im kantonalen Impfzentrum in Ennenda wird seit Mitte Januar geimpft. Die «Task Force Covid-19» des Kantons Glarus vermeldet nun eine deutliche Steigerung der Impfkapazität seit Beginn der Kampagne. So wurden gemäss Mitteilung des Kantons schon die zweite Woche in Folge über 2000 Impfdosen pro Woche verabreicht. In der ersten Maiwoche habe man mit 2167 Impfdosen den bisher höchsten Wochenwert erreicht – ein neuer Rekord.

Gut ein Viertel der bisher knapp 16'000 Dosen seien demnach in den letzten zwei Wochen verimpft worden. 38 Prozent der Glarnerinnen und Glarner erhielten bisher eine erste Impfdosis. 13 Prozent der Kantonsbevölkerung sind bereits vollständig geimpft. Geimpft werden die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna.

Impftermin: Kurze Wartezeit für alle ab 45

Momentan würden alle Personen ab 45 Jahre einen Impftermin erhalten. Die Wartezeiten für diese Gruppe seien sehr kurz, wie es weiter heisst. Ab dem 17. Mai soll die Terminzuteilung für die Gesamtbevölkerung geöffnet werden, wobei die altersbedingte Priorisierung nach wie vor bestehen bleibt.

Wie der Kanton schreibt, können sich Glarnerinnen und Glarner ab nächster Woche auch in der Apotheke Glarus impfen lassen. Dabei gibt es aber einige Ausnahmen, die sich entweder im Impfzentrum Ennenda registrieren lassen oder sich bei ihrem Hausarzt, ihrer Hausärztin erkundigen können. Nicht geimpft werden in der Apotheke:

  • Personen, die jünger als 18 Jahre sind
  • Schwangere
  • Personen, die eine Immundefizienz, eine immunsuppressive Therapie oder Krebs unter Behandlung haben
  • Personen, die eine Allergie gegen Bestandteile des Moderna-Covid-19-Impfstoffs (z.b., Polyethylenglycol, Trometamol) haben
  • Personen, die früher einmal schwere Reaktionen oder Allergien auf einen Impfstoff hatten.

Für die Impfung in der Apotheke läuft die Anmeldung ebenfalls via kantonale Registrierungsseite. Die Hausarztpraxen, die sich an der Impfkampagne beteiligen, kontaktieren ihre Patientinnen und Patienten vorerst selbst.

Kampagne soll zum Durchalten motivieren

Der Kanton Glarus hat zudem eine Kampagne lanciert, «die die Menschen motivieren soll, die Massnahmen einzuhalten (Schützen) sowie sich impfen und testen zu lassen», wie es in der Mitteilung heisst. Wie schon beim Lockdown zu Beginn der Pandemie ruft dabei der Kantonsheilige Fridolin zum Mitmachen auf. (jas)

«Nüd lugg luu»: Die Kampagne animiert zum Schützen, Impfen und Testen.

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